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Gabriele Andler - WortWerk Journal

Wortwerk: Ein Journal, das unser Gehirn austrickst

Das Journal von Gabriele Andler ist anders als viele andere Journaling-Bücher. Denn es will dir nicht helfen, deinen Alltag zu planen. Stattdessen unterstützt es dich dabei, dich auf eine tiefere und ehrlichere Art kennenzulernen. Das setzt Erstaunliches in Bewegung.

Das Journal wurde mir zum Testen kostenfrei zur Verfügung gestellt.

Für wen?

WortWerk - CoverDas WortWerk-Journal ist für alle, die

  • das Gefühl haben, sich im Alltag immer wieder zu verlieren
  • in Kontakt kommen wollen mit ihren Gefühlen
  • die ihre wirklichen Wünsche und Bedürfnisse freilegen wollen
  • mehr im Hier und Jetzt leben wollen
  • ihre Achtsamkeit und Wertschätzung in ihrem Leben spüre möchten
  • Perfektionismus ablegen wollen
  • Schreibblockaden überwinden möchten
  • bewusster leben wollen
  • innere Klarheit suchen

Kurz: Es ist für jeden. Und jeder kann es nutzen. Denn man braucht keine Vorkenntnisse und auch nicht viel Zeit, um vom Journal zu profitieren. 2 bis 5 Minuten pro Tag reichen völlig aus!

Wie ist das Journal aufgebaut?

WortWerk - RückseiteDas WortWerk-Journal* beginnt mit einem kurzen Sachbuchteil, der dir erklärt, wie du das Journal am besten nutzt. Vor allem hilft er aber, in die richtige Stimmung und innere Haltung zu finden. Ich habe ihn tatsächlich immer mal wieder überflogen, obwohl mir natürlich klar war, wie das Journaling funktioniert. Aber jedes Mal hat mir das Lesen einen Funken Motivation und innere Ruhe mitgegeben für die folgenden Schreibminuten.

Der Journal-Teil selbst besteht aus undatierten Seiten. Pro Schreibsitzung verwendest du eine Seite, auf der du immer drei Impulse findest: Ein Zitat, eine Achtsamkeitsübung und einen Satzanfang.

Was das Journal unterscheidet und was es wirklich aus meiner sicht empfehlenswert macht, ist die Methode des Satzanfangs. Sie macht sich die Funktionsweise unseres Gehirns zunutze, das automatisch nach einer Vervollständigung sucht, egal, welchen Satzanfang wir ihm anbieten. Damit haben wir ein mächtiges Werkzeug in der Hand, um unsere unbewussten Gedanken und Gefühle an die Oberfläche zu bringen.

Dieser kleine psychologische Trick mag banal erscheinen. Seine Wirkung hängt aber wesentlich von den gestellten Fragen ab und hier kommt das Journal ins Spiel. Es bietet immer wieder unterschiedliche Satzanfänge an, hat aber auch leere Seiten, auf die du deine eigenen Satzanfänge eintragen kannst. Das Verhältnis scheint mir ungefähr 50:50.

Insgesamt findest du 60 Satzanfangstrigger, um dein Unterbewusstsein einzuladen. Damit ist genug Auswahl, um die Satzanfänge auszulassen, die vielleicht keine Gedanken auslösen. Dazu ermutigt die Autorin auch ausdrücklich.

Mein obligatorischer Kommentar zu den Zitaten: Gabriele Andler hat eine schöne Mischung gefunden aus bekannten und weniger bekannten Zitaten. Mit einigen Aussagen war ich nicht einverstanden, aber das heißt nur, dass die Zitate tun, was sie sollen: zum Nachdenken anregen.

 Stärken

  • Klar: Der Fokus des Journals ist auf das neugierige entdecken des eigenen Unbewussten gerichtet. Es will nicht Kalender, Lebenscoach und Haushaltshilfe in einem sein, sondern ist Begleiter in die eigene Innenwelt und das macht es ziemlich gut.
  • Einfach: Das Prinzip des Journals ist einfach. Ich muss keinen langen Theorieteil durchackern. Ich muss nicht besonders gut schreiben können. Ich brauche nicht viel Zeit. Jeder kann das Journal nutzen.
  • Flexibel: Da der Journal-Teil undatiert ist, kannst du flexibel entscheiden, zu welchen Satzanfänge du zuerst schreiben willst. Je nachdem, wie viel Vorgabe du an einem konkreten Tag brauchst, kannst du eine Seite wählen mit Satzanfang oder ohne oder einfach ganz intuitiv mehrere Blankoseiten im hinteren Bereich des Buchs beschreiben. Das Buch ist eben ein Arbeitsbuch und will keine Chronik deines Lebens sein. Wie der Name schon sagt: Wortwerk.  

Schwächen

  • Motivation: Der Abschnitt, der zur Reflexion über die eigene Motivation einlädt, ist kurz. Man hätte ihn auch einfach weglassen können. Denn wer wirklich Motivationsschwierigkeiten hat, sollte vielleicht zusätzlich zu anderer Lektüre greifen.
  • Design: ist immer Geschmacksache. Das Journal kommt etwas ältlich und intellektuell daher, dabei hat es verdient, mindestens genauso einen Hype zu erleben wie Ein guter Plan.

Wer hat’s erfunden?

Gabriele Andler - Entwicklerin von WortWerkGabriele Andler ist Coach und Trainerin. Ihre Intention ist, Menschen bei ihrer persönlichen Entwicklung zu unterstützen und die Aufmerksamkeit auf das Potential zu richten, das jeder Mensch in sich trägt.

Neben der Leitung ihres Instituts für Achtsamkeit und Yoga schreibt sie Gedichte (Haikus) und nutzt die Kraft des Wortes zum bewussten und unbewussten Ausdruck. Nach  „Wort Werk – Das Journaling-Buch“ hat sie 2018 zusammen mit Annette Marx den Kunst- und Gedichtband „Silent Walk Through Hidden Spaces – Augenblick zwischen Wort und Farbe“* veröffentlicht.

Persönliches Fazit

Schreibmeditation mal anders. So würde ich meine Erfahrung mit WortWerk* beschreiben. Es ist kein Selbstoptimierungsjournal, kein Planer. Es ist eher der Zen-Meister, der dich regelmäßig in der Meditation begleitet.

Das Buch auf dem Nachttisch lädt mich mit hartnäckiger Freundlichkeit ein, mir doch mal wieder Zeit zu nehmen, nach innen zu schauen. Da ich weiß, dass in fünf Minuten die Seite voll geschrieben ist, ist die Hürde anzufangen niedrig. Für Einsteiger ins Journaling ist es mein Favorit. Selbst in schlechten Phasen habe ich viel häufiger Einträge gemacht, als gedacht.

Wer keine eierlegende Wollmilchsau sucht, wer sich nicht durch ein System tausender Listen und Ansichten durcharbeiten will, wer stattdessen  wieder in besseren Kontakt mit sich kommen will, sein Kopfchaos sortieren möchte und sich von seinem Unbewussten überraschen lassen will, für den lohnt es sich, WortWerk näher anzusehen. Ein Journal, das Klassen besser ist, als das Cover vermuten lässt.

WortWerk-Journal Cover

Harte Fakten 

Format: DIN A5, Hardcover, 168 Seiten
Ansicht: Tag
Datiert: nein
Reflexionen: täglich (Achtsamkeitsimpulse)
Sachteil: ja (12 Seiten)
Preis: 14,99 Euro

Journal über Amazon kaufen*

 

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