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reflektierendes schreiben

Warum wir eine Renaissance des Schreibens erleben

Entschleunigung, Achtsamkeit, Meditation – die aktuellen Trends stehen im krassen Gegensatz zu unserem übrigen Hochgeschwindigkeitsalltag. Auch das Journaling, das reflektierende Schreiben kann man als einen solchen Gegentrend auffassen. Es war eine Frage der Zeit, bis er sich Bahn bricht.

Es scheint, als würde das Pendel der gesellschaftlichen Entwicklung zurückschlagen. Vom Tempo zurück Richtung Langsamkeit. Doch nicht nur das. Je mehr Technologie unseren Alltag durchdringt, desto größer wird auch unsere Sehnsucht nach echten statt virtuellen Erfahrungen. Nach haptischem Erleben statt digitalem Konsum. Nach persönlichen Begegnungen statt digitalen Konferenzen. Nach Authentizität statt anonymer Online-Kultur.

Das Schreiben mit Stift und Papier verbindet viele unserer Sehnsüchte: Es entschleunigt, es ist greifbar, es schafft einen Raum für ehrliche Begegnung mit uns selbst als Basis für unsere Haltung anderen und der Welt gegenüber.

Wann haben wir begonnen die Fähigkeiten von Technologie zum Maßstab für unsere eigenes Handeln zu nehmen? Technologie kann riesige Datenmengen in kürzester Zeit durchdringen. Wir haben versucht, dieses Tempo mitzugehen. Unser Leben ist schneller und schneller geworden und hat dabei seine Tiefe verloren. Warum machen wir das alles? Warum laufen wir wie die Hamster im Rad? Wir verlieren uns immer häufiger in Sinnsuche und Depression.

Reflektierendes Schreiben bringt die verlorene Tiefe in unser Leben zurück. Es hilft, sich die wirklich wichtigen Fragen zu stellen. Und für jeden sehen diese Fragen anders aus, je nachdem wo er gerade in seinem Leben steht. Technologie, so intelligent und schnell sie auch geworden ist, kann uns dieses Nachdenken nicht abnehmen. Es ist ein  Privileg des Menschen, das eigene Leben zu interpretieren, das eigene Denken und Handeln nach persönlichen Werten auszurichten und kreativ mit den Fragen des Lebens umzugehen.

Schreiben und Kreativität sind untrennbar miteinander verbunden. Ob wir Romane oder persönliche Notizen schreiben. Wir erschaffen etwas. Nicht aus einer Notwendigkeit heraus, sondern aus einem inneren Bedürfnis. Nicht aus einer Notwendigkeit, sondern aus innerem Bedürfnis und Freude am Erschaffen. Dass wir Schönes erschaffen, nicht nur Nützliches. Dass wir uns an Kunst und Kreativität freuen können, mag einer der letzten großen Unterschiede zwischen Menschen und intelligenten Maschinen sein 

Die Renaissance des Storytelling seit einigen Jahren wundert vor diesem Hintergrund nicht. Jetzt müssten wir es nur noch schaffen, einander beim Geschichtenerzählen auch zuzuhören. Wir sind dank Social Media großartig darin geworden zu senden und oberflächlich über Inhalte hinwegzuscrollen. Wenn wir uns lebendig fühlen wollen, müssen wir den Mut haben uns auf Tiefe einzulassen. Auf einzelne Geschichten. Auf solche, die wir lesen und solche, die wir schreiben. Sie machen das Leben menschlicher und lebenswerter.

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