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Lohnt sich der 7Mind-Achtsamkeitsplaner?

Sind das nicht die mit der App? Ja, sind sie. Die Jungs und Mädels der Meditationsapp 7Mind haben seit letztem Jahr auch einen Achtsamkeitsplaner im Angebot. Was der kann? Ich habe ihn mir für euch angesehen.

Für wen?

Der 7Mind-Planer ist für alle, die

  • gerne einen physischen Terminkalender benutzen
  • ihre Gewohnheiten im Alltag nachverfolgen wollen
  • Achtsamkeitsimpulsen zur Inspiration nutzen wollen
  • Anleitung bei der Findung von Werten und Planung von Zielen suchen
  • nicht täglich, sondern eher monatlich reflektieren möchten

Schwerpunkt: Gewohnheiten, Dankbarkeit

Wie ist das Journal aufgebaut?

“Willkommen bei dir”. Wer den 7Mind-Planer aufschlägt, fühlt sich tatsächlich willkommen. Zumindest ging es mir so, was vor allem an der motivierenden Einleitung und dem kurzen Überblick über den Aufbau des Journal liegt.

Der Planer ist in zwei große Teile aufgeteilt. Zu Beginn steht ein wirklich kompakter Sachbuchteil, der hilft die eigenen Werte zu definieren, Ziele abzuleiten und gute Gewohnheiten zu wählen. Es folgt der Kalenderteil. Zum Abschluss finden sich noch einmal einige Kapitel mit Hintergrundwissen zu Themen rund um Zeitmanagement, Gewohnheiten, Meditation, Umgang mit Kritik und Achtsamkeit.

Sachbuchteil

Der Planer führt den Schreiber durch einen Prozess, die eigenen Werte zu finden. Die Anleitung ist knapp. Das schadet aber nicht, denn es braucht keine ausgefeilte Methode dafür. Man kann diese Werte-Übung auch separat und alleine durchführen, zum Beispiel mithilfe einer der zahlreichen online verfügbaren Anleitungen. Alles in einem Planer zusammen zu haben, Werte, Ziele und Termine, das ist trotzdem nett und schafft Übersicht.

Auf insgesamt drei Seiten werden von Werten Ziele und von Zielen Gewohnheiten abgeleitet. Die Länge zeigt schon: Wer sich wirklich mit diesen Themen auseinandersetzen will, muss sich anderweitige Lektüre suchen. Wer allerdings bereits vertraut ist mit der Wichtigkeit der einzelnen Elemente, ihren Wechselwirkungen und typischen Stolperfallen – der kann hier seine zentralen Gedanken und Pläne für das kommende Jahr gut strukturiert eintragen.

Im nächsten Abschnitt “Was hat das alles mit Achtsamkeit zu tun?” erfährt man kurz, was Achtsamkeit überhaupt ist. Viel mehr passt nicht auf eine Seite. Wer das nicht gewusst hat, hat diesen Kalender wahrscheinlich geschenkt bekommen… Die Seite hätten die Entwickler gerne auch für Notizen frei lassen dürfen.

Kalenderteil

7Mind-Planer: WochenübersichtDer Kalenderteil besteht aus Wochenübersichten, Monatsrückblicken, Monatsauftaktseiten sowie leeren Seiten für Notizen.

Die Wochenübersichten bieten genug Platz für normale Terminplanung. Mir persönlich ist der Raum für die Dankbarkeitsreflexion zu klein. Der Gewohnheitstracker pro Woche ist optisch schön gelöst. Statt kryptische Symbole vorzugeben, darf hier jeder selbst eintragen, welche Gewohnheit er tracken möchte. Achtsamkeitsimpulse, Raum für Notizen ergänzen die Seiten.

Mir gefällt die Struktur und Klarheit des Monatsrückblicks sehr: Eine Seite zur angeleiteten Reflexion ist vorgesehen. Das schreckt nicht ab und konzentriert das Schreiben auf das Wesentliche. Wer mehr sagen will, nutzt die leeren Seiten direkt im Anschluss. Auch gut: Das Baumdiagramm zum Auftakt des Monats. Es erinnert daran, einen Wert festzulegen, dem man zusammen mit den abgeleiteten Zielen und Gewohnheiten in den nächsten Wochen besondere Aufmerksamkeit schenken möchte.

Einen Halbjahresrückblick und Jahresrückblick gibt es auch. Jeweils zwei bzw. vier Seiten, um die vergangene Zeit auszuwerten und für die Zukunft aus ihr zu lernen. 

Hintergrundwissen

Die Texte möchte ich nicht weiter bewerten. Es sind kurze inspirierende Zeilen. Wer wirklich etwas über die angerissenen Themen lernen möchte, liest besser darüber hinaus weiter. Ich finde ja immer, die Macher können sich das sparen und sollten sich einfach auf das konzentrieren, worum es im Produkt wirklich geht. Denn das ist hier ganz hervorragend gelungen.

Stärken

  • Das Design ist mintgrün und macht es damit Männern und Frauen leicht, sich mit der Optik des Kalender anzufreunden. Ich teile ja keine Genderstereotype bezüglich Farben, aber Mint ist in jedem Fall eine Farbe, mit der sich viele anfreunden dürften.
  • Werte in den Mittelpunkt der Jahresplanung zu stellen, finde ich großartig, weil damit die Basis für Zufriedenheit gelegt wird. Die Anleitung ist kompakt und auf den Punkt.
  • Die Monatsreflexion und Monatsauftakt sorgen dafür, dass die am Anfang definierten Werte, Ziele und Gewohnheiten nicht in Vergessenheit geraten, sondern der Fokus erhalten bleibt.
  • Ein Buch für das ganze Jahr – das gibt einen Pluspunkt! Manche Journale sind in drei Monaten vollgeschrieben. Da kann Achtsamkeit dann durchaus ins Geld gehen. Hier nicht. Hier konzentriert man sich auf das Wesentliche.
  • 7Mind setzt auf Weißraum: Es gibt immer wieder leere Seiten für Notizen und die Verwendung ist vielseitig möglich, da die Wochenübersichten nicht vorgehen, ob hier tatsächlich Termine oder kurze stichwortartige Journaleinträge verfasst werden.

Schwächen

  • Wie klein soll ich schreiben, dass ich eine echte Dankbarkeitsreflexion in der Tagesspalte unterbringe?! 
  • Wer täglich reflektieren will, nutzt besser ein anderes Journal. ABER: Wer monatlich innehalten will und ansonsten flexibel verwendbare Wochenübersichten sucht, ist beim 7Mind-Planer richtig.
  • Die Seiten mit Hintergrundwissen hätte man für meinen Geschmack besser verwenden können. Es bringt wenig, die Themen so kurz anzureißen. Aber vielleicht bin ich auch zu tief in den Themen drin… 

Wer hat’s erfunden?

7Mind: Das GründerteamDer Kalender ist von den Machern von 7Mind. Die Unternehmen wurde 2014 von Paul Kohtes zusammen mit Jonas Leve und Manuel Ronnefeldt gegründet. Das Team hat die gleichnamige Meditationsapp 7Mind entwickelt, die nach eigenen Angaben mittlerweile Deutschlands erfolgreichste App in diesem Bereich ist.

7Mind-Planer: Persönliches Fazit

In einem Satz: Der 7Mind-Kalender ist ein solider Planer für Menschen, die es nicht übertreiben wollen mit der Lebensanalyse.

Struktur und Inhalte sind von Leuten gemacht, die wissen, wovon sie sprechen. Das ist fundierte Methodik, die jedem Ergebnisse bringen wird, der den Planer konsequent nutzt.

Was den Planer auszeichnet ist der Fokus auf den Dreiklang Werte – Ziele – Gewohnheiten. Der Theorieteil ist kompakt bis minimal. Wer es hier umfassender und vielseitiger haben möchte, sollte sich Ein guter Plan ansehen. Der Planer ist im Kalenderteil sehr ähnlich aufgebaut. Wer im Kalenderteil mehr Impulse und Führung suchst, wirft einen Blick auf The New You. Eine Alternative für alle, die eine kleinschrittigere Begleitung mögen. 

Ein guter Plan und dem 7Mind-Achtsamkeitsplaner* sind sich sehr ähnlich. Wer nun der bessere ist, bleibt reine Geschmacksache.

 

Harte Fakten 

7Mind Achtsamkeitskalender

Format: DIN A5, 238 Seiten
Ansicht: Woche
Datiert: ja
Reflexionen: täglich (Dankbarkeit), monatlich, halbjährlich, jährlich
Sachteil: ja
Preis: 19,99 Euro

Journal über Amazon kaufen*

Fotos: 7Mind

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2 comments

  1. Marco says:

    Hey Paul,

    Ich habe auch einige vorgefertigte Journals ausprobiert. Das von 7Mind allerdings noch nicht.

    Ich habe deinen Blog gerade erst entdeckt, deswegen kenne ich deinen Ansatz noch nicht. Aber ich schreibe mir mein Journal am liebsten selbst in ein DIN A4 Notizbuch.

    Ansonsten hast du einen echt schönen Blog. Ich schaue ab jetzt immer mal vorbei.

    Ganz lieben Gruß,
    Marco

    • Paul says:

      Hey Marco, ich schreibe auch gerne in mein blanko Notizbuch. Fertige Journals sind damit gar nicht vergleichbar bzw. können das freie Schreiben nicht ersetzen. Freut mich, dass du etwas Lesenswertes für dich gefunden hast.
      Viele Grüße
      Paul

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