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Me, Myself and I - Buchcover

Buchtipp: Me, Myself and I – Persönlichkeitsentwicklung mit Popcorn-Faktor

Bist du müde vom jahrelangen Suchen nach Sinn und Unsinn deiner Existenz? Hast du genug spirituelle Bücher für den Rest deines Lebens gelesen? Bist du bereit den Weg zu einem glücklichen Leben in Zukunft mit etwas mehr Humor zu gehen? Dann habe ich einen Buchtipp für dich.

Me, myself and I – Der Titel des  Buchs fiel mir bei meinem digitalen Schaufensterbummel direkt ins Auge. Wo ich mir häufig doch regelmäßig wie ein Sammelsurium aus Teilidentitäten fühle. 

Und dann noch der Untertitel: “Lerne dich selbst kennen – mit 20 überraschenden Tests und Theorien zu deiner Persönlichkeit”. Da wusste ich, hier muss ich reinblättern. 

Denn ich habe eine in der Regel gut getarnte Schwäche für Quizzes und Tests. In Kombination mit meinem Interesse für die Ecken und Winkel der menschlichen Psyche ein praktisch unwiderstehliches Angebot. Mit ein paar Kreuzen und Antworten der Selbsterkenntnis näher kommen? Ich bin dabei. 

Also habe ich für mich und für dich gelesen, gekreuzt und bewertet. 

Was ist drin?

Das  Buch ist ein Ausfüllbuch, das dir 20 Theorien zur Persönlichkeit vorstellt und dir Tests und Übungen anbietet, mit denen du herausfinden kannst, wie du selbst nach diesen Theorien einzuordnen bist. 

Einträchtig nebeneinander werden Psychoanalyse, Handlesen, Enneagramm und Familienaufstellung präsentiert. Keine Wertung, keine Einordnung. Stuhlologie (Welcher Stuhl bist du?) und Frisurenlesen werden eingereiht, als wäre es ein Unterrichtsfach an der Uni. 

Auf einer oder zwei Seiten wird locker erklärt, was es mit dem Ansatz auf sich hat und dann darf auch schon geschrieben, gezeichnet und angekreuzt werden. Bei manchen Methoden fällt die Einleitung extrem dünn aus. Welches Modell liegt dem Farbentest zugrunde? Und wer ist auf die spinnerte Idee gekommen, Frisurenvorlieben zu interpretieren?! Hier gilt dann: Spaß vor Seriosität. Einfach mal ausprobieren und sich überraschen lassen, ob ein paar Erkenntnisse abfallen.

Ich bin kein Experte in den einzelnen Disziplinen, aber die kurzen Erläuterungen, in denen mit Fachbegriffen und Expertennamen erwähnt werden, scheinen korrekt zu sein, soweit ich das als interessierter Laie auf dem Gebiet beurteilen kann.

Am Buchende kannst du auf einer Doppelseite deine Erkenntnisse zu allen Übungen zusammenfassen. Der Mensch ist ja so gestrickt, dass er Dinge vervollständigen will. Als meine Übersicht noch ein paar weiße  Flächen hatte, war ich motiviert nochmal zurückzuspringen zu Übungen, die ich erst überblättert hatte. Schöner Effekt. 

Zum Abschluss fordert dich das Buch auf ein Porträt von dir zu schreiben. Was sind deine starken Seiten? Wie kannst du sie im Alltag besser einsetzen? Ich musste an die Erklärungen zu meiner Schlafposition denken. Fallschirmspringer. Oder an meine Zehen, die angeblich verraten, dass ich sehr strukturiert bin. Nein, irgendwie passt dieser seriöse Abschluss nicht zum Buch, dass dann doch mehr Hollywood als Unihörsaal ist. 

Pluspunkte

  • Bunte Tüte: Wer einen kurzweiligen Streifzug durch die Theorien zur Persönlichkeitserforschung machen möchte, bekommt einen leichten Einstieg. Wo Interesse aufflackert, kannst du dich mit anderen Büchern weitereinlesen.
  • Selbsterkenntnis mit Popcorn-Faktor: Selbsterkenntnis muss nicht anstrengend sein, wie Me, Myself and I beweist. Viele bunte Grafiken, ein paar informierende Absätze und ganz nebenbei fischst du interessante Erkenntnisse über dich aus den Zeilen. Und sei es nur, weil du beschließt, dass dieser oder jener Test völliger Blödsinn ist. 
  • Das Design: Es ist mit Liebe gemacht. Es gibt vielleicht nicht allzu viel zu lesen, aber es dafür einiges zu gucken im Buch.

Minuspunkte

  • Einordnung: Mir gefällt der Ansatz Selbsterkenntnis nicht bierernst zu nehmen. Aber ich hätte mir eine klare Bewertung der einzelnen Theorien gewünscht. Fantasiedisziplinen (?) wie Stuhlologie neben Psychoanalyse? Nicht mein Geschmack. Und manchmal fehlen mir einfach ein, zwei Hintergrundinfos. 

Kaufen oder liegen lassen?!

Das Buch hatte ich an einem Wochenende auf der Coach bei Tee und Keksen durchgeblättert und ausgefüllt. Von lesen kann man kaum sprechen. Ist das schlimm? Nein. es war mir ein großes Vergnügen. Ich war überrascht, wie treffend Handlesen doch sein kann, wie sich große Theorien in kleine Tests verpacken lassen und welche Erkenntnisse ich gewonnen habe, einfach weil ich mit manchen Übungen und ihren Ergebnissen nicht einverstanden war. 

Und wenn du dir das Buch gönnst und herausfindest, dass du ein Seestern bist, dann gib mir Bescheid. Dann weiß ich zumindest, dass es solche Menschen tatsächlich gibt. 😉

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