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Invisible Counselors Technik

Was soll ich tun? Nutz die Invisible-Counselors-Technik!

Was ist der nächste richtige Schritt? Die Pandemie zwingt uns zum Umdenken. Beziehungen, Arbeit, Werte – vieles steht plötzlich in Frage. Musst du schwierige Entscheidungen treffen, sind Freunde und Familie meist voreingenommene Ratgeber. Ein guter Zeitpunkt, um dein persönliches Beraterteam einzuberufen.

Vor Kurzem berichtete mir eine Freundin mit einem Leuchten in den Augen, dass ihr Laura Malina Seiler geholfen hätte, eine wichtige Business-Entscheidung zu treffen. Ich hatte keine Ahnung, dass sie so gut vernetzt war. „Wie bist du denn in Kontakt zu ihr gekommen?“, wollte ich wissen. „Sie ist Teil meiner persönlichen Beraterrunde“, ließ ich mich aufklären. Laura Seiler hatte meine Freundin allerdings nicht live und in Farbe beraten, sondern in der Vorstellung zu ihr gesprochen, wie sich herausstellte. Bei der persönlichen Beraterrunde handelte es sich um eine Visualisierungsübung von Napoleon Hill.

Was ist die Invisible Counselors Technik?

Napoleon Hill war einer der ersten Motivationsspeaker der USA. Bis heute gelten seine Bücher in der Persönlichkeitsentwicklungsszene als Basislektüre. Ich selbst konnte mit seinem Stil wenig anfangen. Frag mich nicht warum. Aber ich erinnerte mich an seine „Invisible Counselors Technik“. Mit ihrer Hilfe kannst du das Wissen und die Erfahrung von Menschen anzapfen, die du schätzt und deren Rat du gerne einholen würdest. Bei schwierigen Entscheidungen, der Entwicklung nächster Schritte und welchen Problemen auch immer bist du damit nicht länger auf dich selbst zurückgeworfen.

Ich habe beschlossen der Technik eine Chance zu geben. Und weil ich wirklich erstaunt bin, wie gut sie funktioniert, hier eine Kurzanleitung für dich zum Nachmachen.

Die Anleitung

Du hast ein Problem bei dem du Rat suchst? Ok, dann wähle dir jetzt gedanklich 5-6 Menschen für deinen Beraterstab aus.  Es spielt keine Rolle, ob sie schon lange verstorben sind oder noch leben. Du kannst Sokrates in deinen persönlichen Beraterstab wählen genauso wie Barack Obama. Bei mir sitzen zum Beispiel Elizabeth Gilbert und Joe Dispenza mit am Tisch.

Dann suchst du dir eine ruhige Ecke, schließt die Augen und gehst mit einer klaren Frage in dein imaginäres Meeting. Viele nehmen sich die Zeit kurz vor bevor sie ins Bett gehen, wenn sie ihren Alltag gedanklich etwas hinter sich gelassen haben.

Stell einem Berater nach dem anderen eine Frage zu deinem aktuellen Problem/zu dem Thema, bei dem du dir Unterstützung wünschst. Dann musst du nur noch entspannt zuhören, welche Worte du deinen Berater sprechen hörst. Die Antwort wird intuitiv in die aufsteigen, wie in einem Film wirst du ihn zu dir reden hören.

Übrigens, du musst nicht jedem Berater die identische Frage stellen, sondern kannst sie individuell an das Wissen und die Erfahrung deiner Berater anpassen.

Mehr Hintergründe zu der Übung kannst du im Buch von Napoleon Hill “Denke nach und werde reich” nachlesen.

Warum du ein Notizbuch parat halten solltest

Und weil deine Berater möglicherweise sehr viel gute Hinweise und Erfahrungen teilen, empfehle ich dir, dass du ein Notizbuch während der Sitzung in der Hand hältst und nach jedem Redebeitrag eines Beraters kurze Stichpunkte notierst. Denn dich an alle Hinweise zu erinnern, kann schwierig werden.

Ja, dazu musst du die Augen kurz öffnen, aber am besten du bleibst so halb in der Fantasie der Beraterrunde und schreibst einfach runter, was du gehört hast. Schalte nicht dienen kritischen Verstand ein. Bewerte nichts. Schließe einfach wieder die Augen und lass den nächsten Berater erzählen.

Wirkmechanismen: Hokuspokus, Selbstgespräch oder verlässlicher Rat?

Vielleicht bist du skeptisch, ob eine solche Technik für dich funktioniert. Ich kann die Vorbehalte gut verstehen, ging mir genauso. Fakt ist: Die Invisible-Counselors-Technik ist viele Jahrzehnte alt und tausende von Menschen haben damit gute Erfahrungen gemacht. Napoleon Hill selbst sprach vom sechsten Sinn, den er dadurch nutzen konnte. Ihm seien Gedanken und Ideen während der Sitzungen gekommen, an die er bis dato nie gedacht hatte.

Schreibe ich nicht nur auf, was mir selbst einfällt – wie sollen denn Menschen, die ich nie persönlich getroffen habe oder die schon längst tot sind durch mich sprechen? Ganz ehrlich: Wissenschaftliche Studien zur Wirkungsweise gibt es nicht. Alle Erklärungen sind Hypothesen. Vielleicht findest du durch den entspannten Zustand und das Vorschussvertrauen, dass du deinen Beratern entgegenbringst zu deiner inneren Weisheit. Plötzlich hast du Zugriff auf Wissen, das sonst in deinem Unbewussten schläft. Ähnlich wie bei der Arbeit mit dem inneren Team.

Man könnte auch die Quantenphysik als Erklärungsgrundlage bemühen und davon sprechen, dass du Informationen aus dem Feld ziehst oder dich mit dem reinen Bewusstsein verbindest, in dem die Gedanken der von dir befragten Berater dir zugänglich sind.

Das Schöne an der Invisible-Counselors-Technik: Sie ist nebenwirkungsfrei. Also, warum nicht selbst ausprobieren. Um der Methode eine faire Chance zu geben, gehe offen an die Übung heran und parke deine Skepsis. Wenn du dich nicht voll auf die Methode einlässt, sabotierst du von vornherein die Chance, dass du Erkenntnisse gewinnst.

Bei Anlaufschwierigkeiten …

Gerade Kopfmenschen, die gerne alles unter Kontrolle haben und sich genau erklären können wollen, tun sich mit der Invisible-Counselors-Technik am Anfang manchmal schwer. Du solltest ihr und dir auf jeden Fall zwei, drei Versuche geben, ehe du sie für dich als funktioniert oder funktioniert nicht abheftest.

Wenn deine Berater schweigen, kann das Eintauchen in ihr Leben und ihre Veröffentlichungen helfen. Napoleon Hill hat sich zwischen den Sitzungen intensiv mit den Biographien seiner Berater beschäftigt. Das spricht im Übrigen dafür, dass nicht irgendeine spirituelle Kraft während der Sitzungen zu dir spricht, sondern dein im Unbewussten gesammelte Wissen über die Arbeit und Werte deines Beraters und dein Gefühl für seiner Stimme.

Falls du in deinem Beraterteam jemanden sitzen hast, der dir regelmäßig erstaunlich passende und wertvolle Hinweise gibt, obwohl du nicht viel mehr als seinen Namen aus den Medien aufgeschnappt hast, hinterlasse doch einen Kommentar hier oder schreib mir. Das fände ich spannend zu erfahren. Denn auch das mag möglich sein.

Invisible-Counselors-Technik: Die etwas andere Mastermind-Gruppe

Nach einigen Sitzungen mit meinem unsichtbaren Beraterteam kann ich nachvollziehen, dass Napoleon Hill sich diese Zeiten regelmäßig in seinen Kalender reserviert hat. Manchmal sind die Sitzungen schweigsam, manchmal kommt nicht viel bei rum, aber oft lohnen sie sich doch, weil ich ein, zwei echte Aha-Momente für mich mitnehme.

Wenn du das Konzept von Mastermind-Gruppen kennst, fragst du dich jetzt vielleicht, ob du diesen imaginären Beraterstab wirklich brauchst. In Mastermind-Gruppen tauschen sich Unternehmer virtuell oder persönlich über ihre aktuelle Business-Herausforderungen aus und teilen ihr Wissen und ihre Erfahrungen. Das ist gut und sinnvoll, ein Ersatz für das unsichtbare Beraterteam sind die Gruppen aus meiner Sicht aber nicht. Aus mehreren Gründen:

  • Der Fokus liegt hier klar auf Businessthemen
  • Die Besetzung ist in der Regel weniger hochkarätig und
  • Du bist weniger flexibel, wenn du dringend Unterstützung suchst

Die Invisible-Counselors-Technik ist deswegen in jedem Fall eine super Ergänzung. Hier kannst auch persönliche und spirituelle Themen besprechen, die in einer Mastermind vielleicht fehl am Platz sind oder dir dafür zu privat sind.

Und falls du in deinem Umfeld gerade keine gleichgesinnten Unternehmer findest oder nicht das Budget hast, um in eine moderierte Mastermind-Gruppe zu investieren, dann sind die unsichtbaren Berater auch ein hervorragender Ersatz. Teste es einfach mal – und wenn du magst, teile gerne mit uns, welche Berater zu deiner Runde gehören.

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4 comments

    • Paul says:

      Christian, der Hinweis erscheint einfach unter jedem Beitrag. So fortgeschritten sind meine IT-Künste leider nicht, dass das nur ausgespielt wird, wenn man noch nicht abonniert hat. Einfach ignorieren. Ich freu mich jedenfalls, dass du die Schreibimpulse liest. 🙂

  1. Gabriele says:

    Hallo Paul,
    toller Artikel und ich habe gerade eine wichtige Frage, die ich an ein Team stellen könnte. Spontan ist mir ein Mensch in diesem Team eingefallen, zu dessen Seminaren ich nie gehen würde – da er zu laut ist, zu große Menschenmassen versammelt und alles wirkt geradezu großspurig . Spannend, dass ich ihn im Team haben möchte. Anscheinend verkörpert er etwas, das mir fehlt und das mich vielleicht auch bremst.
    Danke für den Tipp. Vielleicht kaufe ich mir dann doch mal ein Buch von Napoleon Hill.
    Herzliche Grüße
    Gaby

    • Paul says:

      Hallo Gaby,
      immer wieder interessant, was solche auf den ersten Blick simplen Übungen in Bewegung setzen können. 🙂
      Und ja, ich hab hier irgendwo noch ein Hörbuch von Napoleon Hill. Verlorene Lebenszeit ist das sicher nicht.
      Viele Grüße und viel Erfolg beim Bremsenlösen

      Paul

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