Zeit für… #ZeitFürEineBlogparade

Zeit ist tückisch. Beim Zeittotschlagen bin ich über eine Blogparade gestolpert. Ironischerweise zum Thema Zeit. Und um nicht noch mehr Zeit mit semi-ziellosem Surfen im Netz zu verbringen, dachte ich mir, mache einfach mit. Zum Wochenende also ein paar persönliche Einblicke und meine Antwort auf die Frage, warum Zeit fürs Schreiben nehmen?

#ZeitFürEineBlogparadeZur Blogparade hat Ulrike von Lieferando aufgerufen. Man mag zu Lieferando stehen wie man will, ich nutze die Gelegenheit einfach als Schreibimpuls und um euch einen etwas persönlicheren Einblick in mein Dasein und mein Schreiben zu geben, ohne weiteres Statement…also los.

 

Wofür vergeudest Du gerne mal Deine Zeit?

Dass ich semi-ziellos im Netz surfe, kommt so gut wie nie vor. Meine größeren Schwächen sind Filme und Blogs. Allerdings nicht in Kombination. Also keine Filmblogs. Und auch keine Filme über Blogs, obwohl, wenn mir so etwas Skurriles begegnen würde…

Ich versacke gerne mal in Binge-Watching-Manier auf der Couch. Meinen Augenringen gegenüber verteidige ich diese Manöver mit Hinweis auf meinen erlesenen Filmgeschmack, der  Bildung und Weiterentwicklung ganz zwangsläufig als Nebenprodukt hat und dafür muss man eben auch Augenringe in Kauf nehmen. Bevor die Frage in meinem Kopf auftaucht, inwieweit Homeland in diese Kategorie fällt, habe ich längst meinen Schreibtisch und Arbeitsplatz erreicht und andere Dinge zu tun.

 

Für das Erledigen welcher unangenehmen Dinge geht Dir am meisten Zeit verloren?

Erstmal bin ich überzeugt, dass die unangenehmen Dinge oft die wertvollsten sind. Die Präsentation halten trotz Lampenfieber, einen Freund um Hilfe bitten, bloggen, auch wenn der Kopf in Dauerschleife “Couch!” ruft.

Verlorene  Zeit fühle ich während ich mit Staubsauger und Putzlappen durch meine Wohnung irre. Wenn sie dann aussieht als könnte Mutti vorbeikommen, dann sehe ich ein: ganz verloren, war die Zeit nicht.

 

Was wäre Dir eine Stunde mehr Freizeit wert?

Spontan: Viel. Mit kurzer Überlegung: Gerade bin ich ziemlich zufrieden, mit meiner Zeitverteilung. Zumal es – Achtung, philosophisch – mit der Zeit im Großen wie im Kleinen ja so ist: Eine knappe Ressource wird eher wertgeschätzt als eine unbegrenzte. Warum muss ich jetzt daran denken, wie  ich seit vier Tagen die eigentlich leere Zahnpastatube ausdrücke?

 

Wie viel Zeit am Tag verbringst Du, um Dich weiter zu entwickeln (geistig, körperlich)?

Bei manchen 9to5-Jobs lässt sich dieses Laufband-Phänomen beobachten. Entweder du hältst Schritt oder du fällst hin und wirst weggefegt. Das führt zwar oft zu Weiterentwicklung, macht aber macht nicht wirklich Spaß und ist auf Dauer auch nicht gesund. Ich versuche das anders zu halten und mich im Großteil meiner wachen Zeit freiwillig und mit Spaß weiterzuentwickeln. Beim Job. Beim Bloggen. Beim Sport. Dass ich mich dem Gruppenzwang gehorchend für einen Firmenlauf angemeldet habe, ist eine andere Geschichte…

 

Wenn Du an einer Stelle in der Vergangenheit mehr Zeit haben könntest, welche wäre es?

Da ich seit meinen Teenagerjahren Tagebuchschreibe, on und off, kann ich falsche Nostalgie sehr leicht mit einem Blick in meine Notizbücher bekämpfen. Mein Leben ist alles andere als perfekt, aber ich lebe meistens vorwärts gerichtet. Also bitte, vorwärts zur nächsten Frage.

 

Was würdest Du mit einer Stunde mehr Zeit pro Tag anstellen?

Das ist leicht. Ich würde mich mehr um die Menschen kümmern, die einen Platz in meinem Herzen haben, dessen Größe in einem traurigen Missverhältnis steht zu der Zeit, die ich mit ihnen verbringe.

 

Was würdest Du machen, wenn das nächste Wochenende vier Tage hätte?

Mehr schreiben. Mehr Sonne tanken. Mehr Dankbarkeit üben.

 

Warum schreiben?

Schreiben hilft. Immer. Es klärt den Kopf. Hilft innere Ruhe zu finden. Lösungen zu bauen. Entscheidungen zu treffen. Schreiben ist ein Freund, der nicht bewertet. Der dich durch deine dunkelsten Stunden hindurchträgt und deine schönsten für immer festhält. Mir hat Schreiben das Leben gerettet. Probier es selbst. Du musst nichts können. Nur anfangen. Nimm dir die Zeit. 

 

Dein Lieblingszitat zum Thema Zeit.

#ZeitFürEineBlogparade

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3 Comments Zeit für… #ZeitFürEineBlogparade

  1. Ulrike

    Lieber Paul, ich freue mich sehr, dass Du mit einem tollen Artikel an der Blogparade teilgenommen hast. Jetzt habe ich auch Lust wieder Tagebuch zu schreiben, denn auch ich bin davon überzeugt, dass Schreiben hilft Dinge zu verarbeiten und den Kopf frei zu bekommen.

    Viele Grüße und einen sonnigen Start in die Woche
    Ulrike

    Reply
  2. Pingback: Das Fazit unserer Blogparade "Zeit für..."

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