Wie Sebastian Thalhammer sich zu High Performance schreibt

Sebastian Thalhammer ohne Notizbuch und Stift? Undenkbar. Mit 12 führte er sein erstes Erfolgstagebuch. Seitdem ist er dabei geblieben. Im Laufe der Jahre hat er seine Schreibgewohnheiten erweitert und optimiert: Das Schreiben ist mit ihm gewachsen und er durch das Schreiben. Lies selbst, welche Schreibroutinen er heute als Grundstein für seinen persönlichen und unternehmerischen Erfolg nutzt.

“Schreiben ist kein Nice to have, sondern ein Must have” – das steht für Sebastian fest. Der Online-Unternehmer hat nach seinem Studium der Elektrotechnik schnell gemerkt, dass das Leben im  Hamsterrad nicht zu ihm passen will.

Auf seinem Weg zu einer für ihn stimmigen Alternative spielte das Schreiben eine zentrale Rolle. Heute bietet er mit Projekt Phoenix eine Anlaufstelle für Menschen, die sich und ihr Business weiterentwickeln wollen und unterstützt als High Performance Coach auch persönlich bei individuellen Herausforderungen.

Endlich Klarheit gewinnen

“Der Prozess des Schreibens hilft Gedanken zu verdichten und zu manifestieren”, sagt Sebastian. “Man legt offen, was bereits da ist, ohne dass es bewusst war.” Klarheit gewinnen, ist für ihn die größte Motivation zu schreiben.

Er gewinnt nicht nur Klarheit über seine Werte und Ziele, sondern auch darüber, wie ihm die Umsetzung gelingt, an welchen Schwächen er arbeiten kann: “Ich kann so sehr einfach meinen Fortschritt überprüfen, einzelne Fallstricke erkennen und Gegenmaßnahmen ergreifen.”

Er selbst schreibt meist mit Stift und Papier, denn die Wissenschaft hat mittlerweile belegen können: Die kinästhetische Kombination aus Schreibbewegung und Denkprozess verankert Erkenntnisse viel tiefer als das reine tippen an digitalen Geräten.

Das Wichtigste am Schreiben

Sebastian schreibt zwar jeden Tag, aber ohne feste Routine. Diese hat er auf Wochenbasis etabliert: “Ich stelle mir einmal wöchentlich selbst Fragen, die aus meiner Intuition heraus entstehen. Was beschäftigt mich am meisten? Was bedrückt mich? Daraus entstehen meine Fragen. Das Niederschreiben bringt bereits enorm viel Klarheit.” Statt Antworten erzwingen zu wollen, gibt er ihnen Zeit sich von Innen heraus zu entwickeln.

Wichtig ist aus seiner Sicht eine Regelmäßigkeit des Schreibens. “Schreibst du nur ab und zu, verschenkst du das Beste.” Denn erst über einen längeren Zeitraum lasse sich das Potenzial des Schreibens ganz ausnutzen: “Du schaust durch alte Notizbücher und plötzlich werden Muster und größere Themen klar. Manchmal muss ich auch lachen, welche fadenscheinigen Ausreden ich damals für mein Verhalten gefunden habe. Es ist ein absolut hilfreicher Kompass.”

Sebastian empfiehlt, sich Systeme zu schaffen, um die eigenen Schreibgewohnheiten wirklich dauerhaft und konsequent zu etablieren. Das kann die immer gleiche Zeit sein oder die Koppelung an eine andere schon feststehende Gewohnheit (z.B. Schreiben nach dem Zähneputzen). Systeme seien vor allem am Anfang wichtig, bis sich ein gewisser Automatismus einstellt und es leichter werde, dran zu bleiben.

Sebastians Challenge für Schreibbeginner

“Für die kommenden 30 Tage schreibe jeden Tag einen Satz. Dein einzige Ziel, das erreicht werden muss, ist einen Satz zu schreiben. – Das ist machbar und in der Realität ist es so, dass viele an den meisten Tagen dann mehr als einen Satz schreiben, wenn sie erstmal dabei sind. Und mit 30 Tagen ist eine gute Basis gelegt, um eine erste neue neuronale Bahn zu schaffen, die dann zur festen Gewohnheit ausgebaut werden kann.”

Wie du deinen Schreiberfolg sabotierst

Ein Fehler, den aus Sebastians Erfahrung viele machen, wenn sie mit dem Schreiben beginnen: Sie verbringen zu viel Zeit mit der Planung von Rahmenbedingungen – der optimalen Routine, des Equipments oder der Methoden. “Das bringt gar nichts. Das ist wie im Business. Es geht darum, erstmal zu beginnen. Alles andere ist reine Prokrastiation.” Seine Botschaft: Mach das Schreiben nicht überkompliziert. Mach einfach.

Er appelliert daran, sich den eigenen inneren Kritiker bewusst zu machen und ihm nicht die Macht zu überlassen: “Häufig sind wir unser schlimmster Zensor. Wir haben Angst, manche Dinge nur aufzuschreiben, obwohl es niemand lesen wird. Das ist ein sicheres Indiz, dass in dem Bereich etwas nicht optimal läuft und wir näher hinsehen sollten.”

Das Schreiben verdient aus seiner Sicht ein neues Image. “Schreiben ist ein unscheinbares Tool und wird daher häufig unterschätzt. So wie mein Schreiben besser geworden ist, ist mein Business erfolgreicher geworden. Einfach, weil meine Klarheit größer geworden ist.”

Sebastians Schreibsystem

Wer Inspiration sucht, um seine eigene Schreibroutinen zu etablieren, sei vorgewarnt. Sebastian ist strukturiert. Er besitzt 4 Notizbücher, die er mehr oder weniger regelmäßig beschreibt.

  1. Projektbuch: “In diesem Buch halte ich Fragen, Aufgaben und Notizen zu meinem Business fest und zu Weiterbildungen, die ich belege.
  2. High-Performance-Coaching-Buch: “In diesem Buch reflektiere ich mein Coaching Business. Ich notiere Klientenfeedback, auch neue fachliche Erkenntnisse, die ich gewonnen habe, Takeaways aus dem Businessalltag, Ideen zur Prozessoptimierung und Ähnliches.
  3. Notizblock: “Ich habe immer einen Collegeblock, in denen ich unstrukturiert alles niederschreibe, was nirgendwo anders reinpasst. Pro Quartal verbrauche ich einen dieser Blöcke.”
  4. 5-Minuten-Journal: “Seit November 2015 führe ich das Dankbarkeitstagebuch.”

Außerdem verwendet er 3 weitere Notizbücher unregelmäßig: eins für Geschäftsideen, eins für  Ausbildungen und ein drittes für Reisenotizen.

Eine kurze, aber wichtige Bitte

Wenn du jetzt total motiviert loslegen willst mit dem Schreiben, warte kurz. Wir Menschen lieben Orientierung. Klare erfolgsversprechende Systeme. Aber bei der Erkundung der eigenen Innenwelt, gibt es keine  Universalformel.

Daher meine Bitte an dich: Kopier nicht einfach Sebastians Schreibgewohnheiten. Du musst kein so umfangreiches System bauen. Mehr ist nicht unbedingt besser. Finde heraus, was für dich funktioniert. Wie dir das am besten gelingt? Durch eigenes Schreiben. Also, leg los und 

Sebastians Buch- und Kursempfehlungen für Schreiben & Business-Erfolg

  1. Firestarter Training: Sebastians Onlinekurs ist für Leute, die ihre Leidenschaft noch nicht gefunden haben. Im  Kurs setzt er das Schreiben gezielt ein, um Muster freizulegen und die Teilnehmer zum Erkennen zu führen.
  2. Copyblogger: Die Plattform enthält viele Artikel, die zur Reflexion über das eigene Business anregen. “Dabei geht es um grundlegende Fragen, mit denen du dich auseinandersetzen musst, wenn du erfolgreich sein willst.”

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