Vom Schreiben fürs Leben gelernt: Interview mit Timo Heß von Zwischenzeilen

Schreiben bedeutet für jeden etwas anderes. Für Timo Heß, Gründer von Zwischenzeilen, ist es Beruf, Hobby und innere Notwendigkeit. Im Interview verrät er, was er durch das Schreiben fürs Leben gelernt hat, warum jeder schreiben sollte, der sich weiterentwickeln will und gibt einen Buchtipp für Veränderungswillige.

Timo Heß lebt Schreiben. Als freier Texter, als Romanautor und als Blogger. Schreiben begleitet ihn durch seinen Alltag. Genau der richtige Mensch, um herauszufinden, was so viel Schreiben Gutes im Leben bewirken kann. Daher, ohne große Vorrede, hier das Interview…

5 Fragen an Timo Heß von Zwischenzeilen

  1. Wie beschreibst du deine Beziehung zum Schreiben? Was fasziniert dich am Schreiben?

Das Schreiben ist die einzige Konstante, die sich durch mein Leben zieht. Tatsächlich fing ich früh an, daran Gefallen zu finden und habe immer wieder Wege gefunden, mich dem Schreiben hinzugeben. In zwei Worten also: Zuverlässigkeit und Hingabe. Das Schreiben ist immer da, es kann für innere Ruhe sorgen, Sachverhalte klar werden lassen oder eben Dinge aufzeigen, die mich tief im Inneren inspirieren oder beschäftigen.

  1. Was hast du durch das (berufliche) Schreiben fürs Leben gelernt?

Zunächst habe ich durch meine Faszination des Schreibens gegenüber – und dadurch, dass ich irgendwann mein Leben völlig danach ausgerichtet habe – gelernt, dass es wichtig ist, all das auszuleben, was Herz und Geist glücklich macht. Vom Schreiben selbst habe ich gelernt, dass die Dinge nicht immer so sind, wie sie scheinen und dass es hinter jedem Wort oder Gedanken eine ganze Reihe von Bedeutungen gibt.

  1. Schreibst du auch privat, ohne Ziel zu veröffentlichen? Wie hat dich dein privates Schreiben verändert und welche Formen des Schreibens nutzt du?

Ich schreibe sogar sehr vieles auf, was ich nie veröffentlichen würde. Und das ist herrlich, denn so gibt es, neben der beruflichen eine Art geheime Schreibwelt, die Testfeld und Spielplatz, vor allem aber Seelenspiegel ist. Ich schreibe Tagebücher, nutze digital mehrere Textdokumente, in denen ich versuche, aktuelle Gefühlslagen oder Inspirationen auszudrücken; und ich schreibe Aphorismen und Gedichte en Masse. Oft dient das auch dazu, den Kopf für das berufliche Schreiben wieder frei zu bekommen, die Ideen quasi abzuschöpfen. Das alles hat mich zu einer ruhigeren Person gemacht, aber auch zu einem fokussierteren Autor und Texter.

  1. (Warum) würdest du Menschen empfehlen zu schreiben, wenn sie sich persönlich weiterentwickeln wollen?

Weil Schreiben, in welcher Form auch immer, einen Kanal zum Unterbewusstsein herstellt. Sicher, ist der mitunter auch mal verstopft, in der Regel sorgt das Schreiben jedoch dafür, dass man sich selbst als Mensch, aber auch seine Umwelt besser versteht. Das Schreiben holt Gedanken und Gefühle an die Oberfläche. Und eine Idee kommt selten allein, ein Schreibgedanke zieht immer weitere mit sich. On top kommt dann noch, dass das Schreiben all diese Gedanken, Gefühle und Ideen sogar visualisiert, sie werden real, ein Teil dieser Welt. Gerade, wenn man sich persönlich weiterentwickeln möchte, und noch nicht weiß, in welche Richtung man gehen will, kann das Wunder bewirken.

  1. In deinem Blog empfiehlst du regelmäßig Bücher, welches Buch für persönliches Wachstum hat dich nachhaltig verändert und würdest du uns empfehlen?

Auch, wenn ich eigentlich kein großer Fan von ihr bin: Oprah Winfreys „Was ich vom Leben gelernt habe“ ist ein wunderbarer kleiner Werkzeugkasten, den ich ab und an wie eine literarische Hausapotheke nutze. In vielen kleinen Artikeln erzählt Oprah, was ihr Leben bereichert und verbessert hat. Da sind einige tolle Anregungen dabei, sie sorgt aber auch dafür, dass sich der eigen Blick wieder auf die kleinen, wunderbaren Dinge im Leben richtet. Besonders, wenn sie von ihrem Garten oder der Beziehung zu ihren Freunden berichtet. Eine absolute Empfehlung!

Timo Heß wollte eigentlich ein berühmter Zauberer werden, hat dann aber nur gelernt, wie man Akten ablegt. Nach Jahren in Sackgassen und auf falschen Dampfern verbringt er seine Tage seit 2013 ausschließlich mit dem geschriebenen Wort. Und zwei Katzen. Als Texter arbeitet er mit Kunden in ganz Deutschland an spannenden Projekten. Gerade hat er außerdem die Arbeit an seinem ersten Roman beendet. Wer seine Texte hören will, kann zu einer seiner Lesungen kommen, wer lernen will, selbst besser zu schreiben zu seinen Schreibkursen. Irgendwie findet Timo immer genug Zeit, um sich daneben auch um seinen Blog „Zwischenzeilen“ zu kümmern und Leser dort mit Inspiration für ein kreatives Leben zu versorgen. 

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