Eine einfache, aber extrem wirkungsvolle Technik, um besser zu schreiben

Du willst besser schreiben. Du hast schon viele Blogposts dazu gelesen, einige Bücher gekauft, aber ohne durchschlagenden Erfolg. Wenn dir das Szenario annähernd bekannt vor kommt, haben wir etwas gemeinsam. Mit ging es genauso, bis ich eine simple aber extrem wirkungsvolle Technik einfach mal nicht zerdacht, sondern umgesetzt habe. Und die will ich heute mit dir teilen. Ich kann dir versprechen, dass es funktionieren wird.

Vielleicht willst du klarer ausdrücken, was du fühlst? Oder du willst deinen Schreibstil verbessern? Egal, was es ist: Wenn du in kurzer Zeit sichtbare Verbesserung sehen willst, dann habe ich eine gute und eine schlechte Nachricht. Die gute Nachricht: Du kannst erst einmal aufhören weitere Ratgeber zu lesen und teure Online-Kurse zu kaufen. Die schlechte: Der Erfolg wird sich nicht ohne Anstrengung einstellen. Abkürzungen zum Schreiberfolg gibt es nicht.

Wer besser schreiben will, muss regelmäßig schreiben

Der einzige Weg, besser (wie auch immer das für dich definiert sein mag) zu werden, ist das Schreiben selbst. Und zwar regelmäßig. Marketing-Experte Seth Godin hat 18 Bestseller geschrieben. Es ist kein Zufall, dass er seit Jahren jeden Tag einen Blogpost veröffentlicht. Er hat verstanden, dass Schreibroutine, egal welches Niveau man bereits erreicht hat, unerlässlich ist, will man wirkungsvoll und gut schreiben.

If you know you have to write something every single day, even a paragraph, you will improve your writing. – Seth Godin

Und hier liegt die Schwierigkeit. Es klingt so einfach: Schreib jeden Tag und du wirst in kurzer Zeit sichtbare Erfolge haben. Im Alltag neben dem Job, der Beziehung, dem Sport, ist es dann gar nicht mehr so leicht. Und genau darum geht es im Kern, wenn wir eine  Abkürzung zum Schreiberfolg suchen. Um die Frage: Wie überlisten wir den inneren Schweinehund?

Wie können wir die innere Stimme, die abends nur noch essen und auf die Couch will, überlisten, damit wir am Ende unseres Lebens und hoffentlich schon lange vorher zufrieden mit dem sind, was wir erleben und erreichen?  Damit wir die Dinge tun, die zwar meistens nicht total dringend, aber für uns von wirklicher Bedeutung sind. Wie kommen wir vom Wunsch zur Wirklichkeit?

Ein Weg sind Mini-Gewohnheiten.

Ziele sind wichtig, können allerdings übermächtig und lähmend sein. Das Ziel, deine Schreibfähigkeiten zu verbessern oder noch größer: ein Buch zu veröffentlichen, ist, wenn du noch wenig Schreiberfahrung hast, sehr wahrscheinlich zu groß. Wenn es dir bisher nicht gelingt eine Schreibroutine aufzubauen, sind Mini-Gewohnheiten der beste weg Momentum zu gewinnen.

Die Idee dahinter: Du vereinbarst mit dir so kleine tägliche Ziele, dass du sie in jedem Fall erreichst. Das wiederum stärkt dein Selbstvertrauen und deine Motivation. Und meist ist es so, dass wir ohnehin mehr tun, als vereinbart, wenn wir erstmal ins Tun gekommen sind. Für das Schreiben könnte eine tägliche Mini-Gewohnheit also sein, jeden Tag 50 Wörter zu schreiben.

Es ist völlig ok, wenn deine Mini-Gewohnheit nicht mehr als 5 Minuten pro Tag in Anspruch nimmt. Der Erfolg stellt sich durch die Wiederholung ein. Erfolg ist niemals ein Ergebnis einmaliger Anstrengung.

Im Gegensatz zu großen Zielen, die dir Motivation nehmen können und eher zu innerem Widerstand, Frustration und angekratztem Selbstvertrauen führen, wenn wir sie (wiederholt) nicht erreicht, stärken Mini-Gewohnheiten dein Gefühl von Autonomie und Selbstvertrauen. Jeder hat schlechte Tage. Genau an diesen Tagen sind Mini-Gewohnheiten besonders wertvoll. Denn auch wenn du nicht motiviert bist, kannst du dich immer noch aufraffen, die paar Minuten für deine Mini-Gewohnheit aufzubringen, was dir selbst an diesen Tagen ein Gefühl von Erfolg gibt und die Gewissheit auf Kurs zu sein.

Wir sind das was wir wiederholt tun. Vorzüglichkeit ist daher keine Handlung, sondern eine Gewohnheit. – Aristoteles

Das Prinzip der Mini-Gewohnheiten kannst du natürlich nicht nur beim Schreiben anwenden. Ich selbst habe auf diese Weise mein Couchpotatodasein beendet und endlich eine Meditationsroutine etabliert. Ich meditiere seit Anfang des Jahres täglich. Dabei ist es egal, wie lange. Meine Mini-Gewohnheit sagt nur, dass ich mich auf mein Meditationskissen setze. Jeden Tag. Ob 5 Minuten oder eine halbe Stunde ist egal, auch ob es morgens oder abends ist. Mit dieser Technik hat sich meine Meditationsroutine dramatisch verbessert, so wie es mir in den vergangenen Jahren nie gelungen ist.

Dass es hin und wieder auch Tage gibt, an denen ich selbst an den Mini-Gewohnheiten scheitere, will ich nicht verschweigen. Dir wird es wahrscheinlich genau so gehen, wenn du mit ihnen experimentierst. Das Entscheidende und der Vorteil von Mini-Gewohnheiten ist aber: Die Hürde, die Routine wieder aufzunehmen, ist viel viel geringer als bei normalen großen Gewohnheiten.

Wenn du Erfahrungen mit Gewohnheiten und Mini-Gewohnheiten hast, schreib mir, wie du mit Rückschlägen umgehst und wie deine Erfolge bisher aussehen.

Lesetipp: Viel besser als gute Vorsätze. Wie Sie mit Mini-Gewohnheiten Maxi-Erfolge erleben ( Stephen Guise)

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6 Comments Eine einfache, aber extrem wirkungsvolle Technik, um besser zu schreiben

  1. alexanderhammerschmied

    Hi Paul!
    Das ist ein sehr schöner Artikel. Vielen Dank hierfür. Ich habe auch damit vor einiger Zeit begonnen als ich eine Challenge zum Bloggen und Blogtexten entwickelt habe. Und du hast völlig recht: Jeden Tag ein bisschen zu schreiben ist eine großartige Methode, um die Qualität, Geschwindigkeit und die Routine deiner Texte/ zum Schreiben allgemein zu verbessern, oder aufzubauen. Weiter so…
    Lieber Gruß,
    Alex

    Reply
    1. Paul

      Hi Alex, danke für deinen Kommentar! Coole Seite hast du! Ich bin für Challenges immer zu haben, um Gewohnheiten auszutesten 🙂

      Reply
  2. Brigitte Lorenz

    Hallo Paul, dein Hinweis für die Mini – Gewohnheiten finde ich super. Ich werde sie auch für mich anwenden, denn mein innerer Schwund (Schweinehund) ist manchmal sehr stark.

    Reply
    1. Paul

      Hallo Brigitte, freut mich, wenn ich einen Denkanstoß geben konnte. Wünsche dir viel Erfolg damit!

      Reply
  3. Tina

    Hallo Paul,

    Ich danke Dir sehr für diesen Wahnsinn-Beitrag! Schreibe ebenfalls aber als Fachübersetzerin. Man braucht Schreibroutine. Gerne lese ich Blogbeiträge wie diese von dir. Danke dir dafür.

    Ps. Sorry für die Schreibfehlern ich bin Niederländerin.

    Liebe Grüßen,
    Tina

    Reply
    1. Paul

      Hey Tina,
      danke dir für das super Feedback, freut mich, wenn dich der Text weitergebracht hat! Dein Deutsch ist doch richtig gut, keine Sorge 🙂
      Viele grüße

      Paul

      Reply

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